THEATER TRIFFT WES ANDERSON

Mit der Aufführung von FABIAN ODER DER GANG VOR DIE HUNDE feierte der Kästner Roman als Theaterstück am 22.09.2023 seine Premiere im Schauspielhaus. Mit dessen Inszenierung wagt sich das Theater Bonn weiter ins Experimentelle.  Die Geschichte basiert auf Erich Kästners wohl bekanntesten Roman Fabian. Die Geschichte eines Moralisten, die Kästner 1931 veröffentlichte. Allerdings unterlag diese„THEATER TRIFFT WES ANDERSON“ weiterlesen

Cobblestones

Bonner Studentin zeigt ihr preisgekröntes Stück in der Bonner Brotfabrik Es ist noch nicht lange her, da stand die BUSC (Bonn University Shakespeare Company) mit The Duchess of Malfi auf der Bühne der Bonner Brotfabrik. Von dem jakobinischen Stück des 17. Jhs. katapultiert sich die neuste Produktion der BUSC in die Gegenwart. For the Sake of the„Cobblestones“ weiterlesen

Fragenspiele im Theater

Premiere auf der Werkstattbühne – Katrin Plötner inszeniert May Frischs Fragebögen Kann man aus Fragebögen ein Theaterstück machen? Wenn man am Theater Bonn nachfragt, würde die Antwort lauten: Man kann aus allem ein Theaterstück machen, solange etwas dahintersteht. Fragebögen sind einer der wenigen Textstücke, die aus unerfindlichen Gründen oft gerne ausgefüllt werden. Eigentlich dienen sie der reinen„Fragenspiele im Theater“ weiterlesen

The Duchess is in the City

Die Bonn University Shakespeare Company zeigt John Websters Rachestück im modernen Kleid und altem Englisch Eine einsame Bushaltestelle in einer unbekannten Gegend. MALFI steht in großen Buchstaben darauf und dass die Fahrzeiten abweichen können. Malfi existiert nicht, es ist ein fiktiver Ort irgendwo in Italien, vielleicht Sizilien, wo die Mafia ihren Hauptsitz unterhält. Unweit der„The Duchess is in the City“ weiterlesen

Weltuntergang ohne Kannibalismus

DAS FLOSS DER MEDUSA feierte Premiere am 21. April in der Werkstattbühne des Bonner Schauspiels Wir befinden uns auf hoher See. Einsam treiben neun Schiffbrüchige in den Wogen. Plötzlich erwachen sie auf über der Bühne verteilten Bruchstücken ihres späteren Rettungsfloßes. Sie sehen sich dem atomaren Weltuntergang gegenüber und sich selbst als dessen vermeintlich einzige Überlebende.„Weltuntergang ohne Kannibalismus“ weiterlesen

IM SÜNDENREIGEN

Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison beschäftigt sich eine Inszenierung im Schauspiel Bonn mit der politischen Vergangenheit der ehemaligen Bundeshauptstadt. Während Rainald Grebe sich im vergangenen Monat an einer bunten Godesberg-zentrierten Komödie versuchte (Theatral berichtete), konzentriert sich Fritz Kater (alias Armin Petras) in seinem Stück BLUT WIE FLUSS nur einer politischen Person: Willy Brandt. In dessen Regierungszeit von 1969 – 1974 pickt sich Kater die Affäre um Günter Guillaume (1974) und die Ostverträge heraus. Damit setzt Kater ein klares Zeichen gegen eine nostalgische Bonn-Rückschau. Zudem schlägt er durch den Einsatz fiktiver Charaktere, die im Jahr 2015 aufeinandertreffen, eine Brücke zu unserer Gegenwart. Die Uraufführung fand am 31. März im Schauspielhaus Bonn statt.

VON GEISTERN VERFOLGT

PEER GYNT feiert im Schauspielhaus eine effektvolle Premiere mit Tiefgang Der Hausregisseur Simon Solberg hatte in den letzten Wochen Einiges zu tun: Gleich zwei Premieren gab es im Februar. Zu Beginn feierte MNEMON auf der Werkstattbühne Premiere; am 22. Februar Henrik Ibsens (1828 – 1906) PEER GYNT auf der großen Bühne im Schauspielhaus. Ibsen nennt„VON GEISTERN VERFOLGT“ weiterlesen

Warum ist es am Rhein so schön?

HOTEL GODESBERG FEIERT IM SCHAUSPIELHAUS PREMIERE An was denkt der Bonner, wenn er „Godesberg“ hört? Welche Bilder, welche Menschen, welche Ereignisse sind im Gedächtnis der Menschen miteinander verknüpft? Umso größer der Abstand zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist, desto reizvoller ist es, diese vergangenen Epochen wieder zum Leben zu erwecken. So erschien erst vor kurzem die„Warum ist es am Rhein so schön?“ weiterlesen