„Wir wissen doch alle, wie sie funktioniert!“

Beitragsbild (C) Thilo Beu Mitte September hieß es endlich wieder „Bühne frei!“ im Bonner Schauspiel. Gleich zwei Premieren folgten am zweiten Septemberwochenende aufeinander – zunächst in Bad Godesberg und anschließend in der Werkstattbühne. Letztere trug den Titel LIEBE ET CETERA.  Regisseur Emanuel Tandler, der das Haus bereits aus seiner zweijährigen Assistenzzeit kannte, widmet sich mit„„Wir wissen doch alle, wie sie funktioniert!““ weiterlesen

Nur nicht matt werden… sonst kommt man unters Rad

Vorschaubild (c) Thilo Beu Das Theater feierte trotz den Einschränkungen der Pandemie am vergangenen Freitag die Premiere von Hermann Hesses Unterm Rad als (Live)Stream. Das unter der Regie von Dominic Friedel realisierte Stück wird als ein partizipatives Theaterprojekt bezeichnet. Neben den drei Schauspielern Christian Czeremnych, Lena Geyer und Sören Wunderlich stehen 17 Schüler:innen im Mittelpunkt„Nur nicht matt werden… sonst kommt man unters Rad“ weiterlesen

Menagerie of broken dreams

Flucht, Verzweiflung, Versagen, die Unfähigkeit der Tristesse der Situation zu entfliehen. All diese Themen verpackt Regisseur Matthias Köhler in Tennessee Willams Stück „Die Glasmenagerie“ in einem düsteren Feuerwerk der Distanz, welches am 29.10.2020 Premiere in der Werkstattbühne feierte. Noch vor Beginn der Aufführung betreten die Schauspieler die Bühne und gehen Geschirrspülen oder lesen stumm den„Menagerie of broken dreams“ weiterlesen

Lenz – von einem, der auszog, den Wahn zu besiegen (und scheiterte)

( (c) Vorschaubild: Thilo Beu) Es war soweit: Auf den Tag genau, nach sechs Monaten des Corona bedingten Stillstandes, fand im Schauspiel Bonn wieder eine Premiere statt und Theatral war dabei. Seit dem 10. September wird nun Georg Büchners Erzählung LENZ im Schauspielhaus Bad Godesberg gespielt. Inszeniert wurde die Geschichte um den jungen Schriftsteller Lenz„Lenz – von einem, der auszog, den Wahn zu besiegen (und scheiterte)“ weiterlesen

Eine wie die – eine wie wir

(Vorschaubild (c) Thilo Beu) Cybermobbing, Gruppendynamik, Frauenemanzipation Ungewöhnlich viele junge Theaterbesucher*innen tummelten sich im Foyer der Werkstattbühne. Man spürte deutlich, hier hing Spannung und Vorfreude in der Luft. Am 7. März feierte das Stück „Mädchen wie die“ von Evan Placey, inszeniert von Carina Eberle, seine Premiere. Evan Placey ist hierzulande sicher kein so bekannter Name wie„Eine wie die – eine wie wir“ weiterlesen

Schwarz ist die Seele ohne Vergebung

(Vorschaubild (c) Thilo Beu) „Die Räuber“ – Premiere im Schauspielhaus als emotional-dystopischer Jugendroman Friedrich Schillers dramatisches Erstlingswerk „Die Räuber“ erzählt von Intrigen, Macht und dem Schmerz der Ausweglosigkeit durch versagte Vergebung. Dazu schafft der Regisseur Simon Solberg eine schwarze Welt; eine leere Bühne die sich im Laufe der Aufführung Drama und Inhalt füllt, aber nur„Schwarz ist die Seele ohne Vergebung“ weiterlesen

Von ganz oben nach ganz unten

(Vorschaubild (c) Thilo Beu) Ludger Engels inszeniert das Auftragswerk von Anja Hilling und feierte am 24. Januar Premiere in der Werkstatt. Apeiron ist ein Begriff aus der frühgriechischen Philosophie. Wörtlich bedeutet er das Grenzenlose, Unbestimmbare und beschreibt eine Art Urstoff, der immer in Bewegung ist und den Ursprung von allem darstellt. „Apeiron ist das große„Von ganz oben nach ganz unten“ weiterlesen

Party auf dem Krankenbett

(Vorschaubild (c) Thilo Beu) Das Stück Der Eingebildet Kranke wurde für seinen Autor Jean-Baptiste Poquelin, besser bekannt als Molière zum Schicksalsstück. Nach der vierten Aufführung im 17 Jh. starb er an einem Schwächeanfall den er erlitt, während er selbst die Hauptrolle seines Stückes spielte. Die am 6. Dezember 2019 im Bonner Schauspielhaus als Premiere aufgeführte„Party auf dem Krankenbett“ weiterlesen

Stumme Schauspieler mit vielen Worten

(Vorschaubild (c) Thilo Beu) Inszenierung besticht, statt durch Konvergenz, durch Parallelität von Sprache und nonverbaler Handlung. Am 08. November wurde die Premiere der „Die Marquise von O…“ im Schauspielhaus in Bad Godesberg aufgeführt. Martin Nimz inszenierte die Novelle von Heinrich von Kleist. Dass mittlerweile ganze Romanvorlagen zum Reportoire vieler Theaterbühnen gehört, ist bereits bekannt, so ist„Stumme Schauspieler mit vielen Worten“ weiterlesen

Wenn die Angst an die Tür klopft

(Vorschaubild (c) Thilo Beu) Am 31. Oktober feierte Die Installation der Angst Premiere auf der Werkstattbühne. Das von Clara Weyde inszenierte Stück beruht auf einer Romanvorlage des portugiesischen Autors Rui Zink. Die Handlung des Stückes ist im Grunde schnell erzählt: Wir befinden uns in einem nicht näher beschriebenen aber durchaus dystopisch wirkenden Land. Genauer gesagt„Wenn die Angst an die Tür klopft“ weiterlesen