Storms Schimmelreiter schreckt Schüler:innen nicht!

Regisseur Dominic Friedel kann mit 18 Schüler:innen und drei Schauspieler:innen am 21.05.2022 Premiere im Schauspielhaus feiern und erntet tosenden Beifall für eine beeindruckende Leistung. Kaum betritt man den Theatersaal, donnert es bereits bedrohlich. Regen rauscht leise an den Ohren vorbei. Ein Sturm ist in vollem Gang. Steile Felsen, unbezwinglich und doch verführerisch in allen Farben„Storms Schimmelreiter schreckt Schüler:innen nicht!“ weiterlesen

ARBEITER SIND WIR ALLE

Am 18. März 2022 war es soweit. Unter der Regie von Jan Neumann feierte das Stück KLEINER MANN –WAS NUN? nach dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada im Schauspielhaus Premiere. Der 1932 veröffentlichte Roman beschreibt das Leben von Johannes Pinneberg (Timo Kählert) und seiner Familie in der Weimarer Republik vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise. Johannes Pinneberg„ARBEITER SIND WIR ALLE“ weiterlesen

DIE ERFOLGLOSE SUCHE NACH GLÜCK

Arthur Millers Ein Blick von der Brücke feiert Premiere im Schauspielhaus Obwohl die Premiere von EIN BLICK VON DER BRÜCKE im Schauspielhaus Bonn zweimal verschoben werden musste, litt die Inszenierung am 18. Februar kein bisschen darunter. Durch die herausragende Darbietung der Schauspieler wurde man von dem von Martin Nimz inszenierten Stück gefesselt. Es hatte wirklich„DIE ERFOLGLOSE SUCHE NACH GLÜCK“ weiterlesen

PUNKS NOT DEAD

„Punk in West-Europa war ein popkulturelles Phänomen mit politischen Ursachen. Punk in der DDR dagegen war ein politisches Phänomen mit popkulturellem Hintergrund.“ So die Definition der Seite „toomuchfuture“, die anlässlich einer vor ein paar Jahren gezeigten Ausstellung über die Punk-Bewegung in der DDR erstellt worden ist. Diese Seite der Punkbewegung greift Hawemann in seiner neusten Inszenierung NOVEMBER auf.

Scherben bringen nicht immer Glück

Premiere im Schauspielhaus: Der zerbrochne Krug Wie ein zerbrochener Krug eine Familie und das Vertrauen in eine gerechte Ordnung zerstört, zeigt Jens Groß‘ neue Inszenierung DER ZERBROCHNE KRUG von Heinrich von Kleist. Diese feierte am 19. November Premiere im Theater Bonn. Das Theater war auch am zweiten Tag gut besucht, dennoch war eine gewisse Anspannung in„Scherben bringen nicht immer Glück“ weiterlesen

In Gedenken an Thomas Brasch

Wer vielleicht in den letzten Tagen etwas Kulturnachrichten gelesen, gehört oder gesehen hat, dem ist der Film „Lieber Thomas“ sicher über den Weg gelaufen, der sich mit dem Leben Thomas Braschs beschäftigt. Der Schriftsteller, Theater- und Filmregisseur hatte am 3. November seinen 20ten Todestag zu dessen Anlass nun einige Theater seine Stücke wieder aufführen. In Bonn sollte das Stück schon in der letzten Spielzeit gelaufen sein, jetzt passt es umso besser.

Inside Anna Karenina

(Vorschaubild (c) Thilo Beu) „Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre eigene Weise.“ So berühmt dieser erste Satz ist, so berühmt ist auch das dazugehörige Stück. „Anna Karenina“ von Lew Tolstoi gehört sicherlich zu den Klassikern schlechthin. Eine neue Inszenierung unter der Regie von Luise Voigt feierte am 29.10.„Inside Anna Karenina“ weiterlesen

Bildgewaltige Inszenierung „Unsere Welt neu denken“ – Eine Einladung

Vorschaubild (c ) Thilo Beu Kritik der Premiere von Unsere Welt neu denken – Ein Einladung am 10.09.2021: Dass die Inszenierung eines Sachbuches Standing Ovations bekommt, erlebt man nicht häufig. Regisseur Simon Solberg gelingt dieses Kunststück, indem er seinen Schauspielern Raum gibt, diese Fachmaterie mit Emotionen und seichtem bis schwarzen Humor zu füllen. Auch die Live-Band tut„Bildgewaltige Inszenierung „Unsere Welt neu denken“ – Eine Einladung“ weiterlesen

„Wir wissen doch alle, wie sie funktioniert!“

Beitragsbild (C) Thilo Beu Mitte September hieß es endlich wieder „Bühne frei!“ im Bonner Schauspiel. Gleich zwei Premieren folgten am zweiten Septemberwochenende aufeinander – zunächst in Bad Godesberg und anschließend in der Werkstattbühne. Letztere trug den Titel LIEBE ET CETERA.  Regisseur Emanuel Tandler, der das Haus bereits aus seiner zweijährigen Assistenzzeit kannte, widmet sich mit„„Wir wissen doch alle, wie sie funktioniert!““ weiterlesen