DUELL DER KÖNIGLICHEN SCHWESTERN

Es ist schon ein paar Jahre her, seit das „Theater Dramaturgisch Wertvoll“ das letzte Mal eine Produktion auf der Bühne gezeigt hat. Die lange Pause hat dem Ensemble aber nicht geschadet, denn viele der aktuellen Mitglieder sind in mehreren der freien Gruppen unterwegs (u. a. Bonn Players, BUSC) und den regelmäßigen Brotfabrik-Besucher*innen wohlbekannt.
Ihren Wiedereinstieg feierte die Truppe nun mit einem Klassiker der deutschen Theaterwelt: Friedrich Schillers MARIA STUART.

Viel Lärm um nichts – aber was ist dieses „Nichts“?

Bevor auch die freien Theatertruppen in Bonn in die Sommerpause gingen und die Freiluftbühnen ihre Pforten öffneten, stand noch eine große Produktion auf dem Spielplan der Bonner Brotfabrik. Die BUSC zeigte an fünf Tagen Shakespeares Komödie MUCH ADO ABOUT NOTHING – Viel Lärm um nichts. Der Bühnenaufbau entführt uns – sehr charmant und mit viel„Viel Lärm um nichts – aber was ist dieses „Nichts“?“ weiterlesen

Circe: Love is the most cunning curse

Aufführung der BUSC und CIRCE Theatre e.V. in der Brotfabrik Bonn Einsam stehen die abgebrochenen ionischen Säulen auf der Bühne, noch haben die Götter des Olymps nicht zu Tisch gerufen, noch steht Prometheus nicht vor ihrem Richterstuhl und muss sich das Urteil über seine Freveltat, den Menschen Feuer und mit dem Feuer die Hoffnung gebracht„Circe: Love is the most cunning curse“ weiterlesen

Auf Monsterjagd

Neben Frankensteins Monster hat es in der Filmgeschichte immer wieder Gestalten gegeben, die als Verkörperung menschlicher Wünsche, Ängste und Machtphantasien herhalten mussten. In der Brotfabrik konnte man nun The Cabinet of Dr. Caligari sehen, bei dem man sich immer wieder fragen muss, wer eigentlich das Monster in diesem Albtraum ist.

IN LUFTIGEN HÖHEN

DIE GONDEL – EIN STÜCK VON TIM KROPP Auf der Bühne der Brotfabrik gab es nach dem Großaufgebot an Schauspielern und Staff, das zuletzt durch die Dauertheatersendung mit Hamlet dargeboten wurde, in der vergangenen Woche nun wie zum Kontrast ein minimalistisches, humorvoll-kritisches Kammerstück des Theater Rampös. „Kammerstück“ passte in jeder Hinsicht. Nicht nur wegen des„IN LUFTIGEN HÖHEN“ weiterlesen

IM SAUSESCHRITT EINMAL UM DIE WELT

BUSC zeigte gelungene Inszenierung von Jule Vernes Klassiker mit Großaufgebot Phileas Fogg – ein seit Jahrzehnten magischer Name, der für unbekannte Länder, Abenteuer und die wohl verrückteste Wette des 19. Jahrhunderts steht: in nur 80 Tagen einmal um die Welt zu reisen. Gewettet wird um 20.000 britische Pfund, ein Vermögen zu dieser Zeit. Der sehr„IM SAUSESCHRITT EINMAL UM DIE WELT“ weiterlesen

Cobblestones

Bonner Studentin zeigt ihr preisgekröntes Stück in der Bonner Brotfabrik Es ist noch nicht lange her, da stand die BUSC (Bonn University Shakespeare Company) mit The Duchess of Malfi auf der Bühne der Bonner Brotfabrik. Von dem jakobinischen Stück des 17. Jhs. katapultiert sich die neuste Produktion der BUSC in die Gegenwart. For the Sake of the„Cobblestones“ weiterlesen

The Duchess is in the City

Die Bonn University Shakespeare Company zeigt John Websters Rachestück im modernen Kleid und altem Englisch Eine einsame Bushaltestelle in einer unbekannten Gegend. MALFI steht in großen Buchstaben darauf und dass die Fahrzeiten abweichen können. Malfi existiert nicht, es ist ein fiktiver Ort irgendwo in Italien, vielleicht Sizilien, wo die Mafia ihren Hauptsitz unterhält. Unweit der„The Duchess is in the City“ weiterlesen

KEIN TEXT? – KEIN PROBLEM!

Ensemble Mission Improssible zeigt bestes Improvisationstheater in der Brotfabrik Bonn Mission Imp(r)ossible – sofort summt die eingängige Titelmusik des Blockbusters im Ohr. Doch es ist nicht Tom Cruise, der die Zuschauer der Brotfabrik am vergangenen Sonntag zu eben jenem Ohrwurm begrüßt, sondern der Moderator Markus Weber-Witzel. Der Saal ist gut gefüllt und die Stimmung von„KEIN TEXT? – KEIN PROBLEM!“ weiterlesen

SCHICKSALSSCHWESTERN

Dass Schwestern ein sehr inniges aber auch kompliziertes Familiengefüge bilden, ist spätestens seit Lousia May Alcotts „Little Women“ oder Anton Čechovs „Drei Schwestern“ bekannt. Über das Wiedersehen dreier Schwestern schrieb auch die Hierzulande kaum bekannte Dramatikerin Beth Henley (*1952) ein Stück mit dem Titel CRIMES OF THE HEART. Henley stammt aus Mississippi und erhielt 1981 für CRIMES OF THE HEART den Pulitzer-Preis für Theater*. Fünf Jahre später erschien das Stück auch als Kinoverfilmung, in Deutschland unter dem Titel „Verbrecherische Herzen“. Es war für den Oskar nominiert und erhielt einen Golden Globe. Seitdem scheint es etwas in Vergessenheit geraten zu sein und es ist dem Ensemble Moving Targets zu verdanken, dass es nun wieder auf der Bühne der Brotfabrik Bonn in englischer Sprache für kurze Zeit zu sehen war. Foto (c) Viola Bender.