Träume sind nicht so umständlich (aber auch nicht so tiefgründig)

Charlotte Sprenger debütierte mit Lessings MINNA VON BARNHELM am 12. September  im Schauspielhaus Bonn Vorschaubild (c) Thilo Beu „Nein, mein schönes Fräulein, so umständlich träumt man nicht“ – ein wahres Wort, das der Wirt im berlinerischen Gasthaus dort spricht, denn so komplex, wie das Schauspiel der Minna von Barnhelm ist ein Theaterstück selten. Der Inhalt„Träume sind nicht so umständlich (aber auch nicht so tiefgründig)“ weiterlesen

Theaterpreis 2019: Thepsis geht an Lena Geyer

(Vorschaubild (c) Theater Bonn) An diesem Sonntag wurde der Theaterpreis der „Freunde des Schauspiels Bonn e.V.“ vergeben. Der Thepsis wurde in diesem Jahr zum zwölften Mal verliehen und kürte Lena Geyer zur Preisträgerin für ihre außergewöhnlichen schauspielerischen Leistungen. Konrad Lang, Vorsitzender der „Freunde des Schauspiels“ freut sich sehr über diese Entscheidung, die sowohl durch ein„Theaterpreis 2019: Thepsis geht an Lena Geyer“ weiterlesen

Drei Mal Ansichten des Lebens, bitte

(Vorschaubild (c) Thilo Beu) Darf ich vorstellen, (Jo) Hannah Arendt, jüdische, deutsch-amerikanische, politische Theoretikerin und Publizistin, gestorben 1975. Susan Sontag, amerikanische Schriftstellerin, Publizistin und Regisseurin, gestorben 2004. Elfriede Jelinek, österreichische Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin. Diese drei Frauen treffen in der Inszenierung in and out hannah arendt von Emanuel Tandler in der Werkstatt aufeinander. Sontag und Jelinek„Drei Mal Ansichten des Lebens, bitte“ weiterlesen

Euer Theater ist auf unserem Grab gebaut

(Vorschaubild (c) Thilo Beu) Theater (+) Frauen (=) Macht? Wenn am Theater Bonn ein Stück Premiere oder Uraufführung feiert, bei dem der Name Volker Lösch neben dem Wort Regie steht, macht sich bei den Zuschauern eine Art freudige Erwartungshaltung breit. Die Messlatte bei der letzten Schauspielpremiere der Spielzeit von House of Horror im Schauspielhaus Bad„Euer Theater ist auf unserem Grab gebaut“ weiterlesen

Der glänzende Dreck

(Vorschaubild (c) Thilo Beu) Goldrauch auf der Werkstattbühne L’Or Brillante Saleté (zu deutsch: glänzender Dreck) ist das Ergebnis einer Kooperation des Bonner fringe ensembles und dem Espace Culturel Gambidi in Ouagadougou. SchauspielerInnen aus Burkina Faso und Bonn, zusammen mit Klammern des Collectif Qu’on sonne & Voix-ailes, realisierten im vergangenen Jahr in Burkina Faso ein Projekt„Der glänzende Dreck“ weiterlesen

Eine Nacht lang Theater – wie jedes Jahr

Gedanken zur Theaternacht Wenn man an diesem einen Mittwochabend Ende Mai, vor dem Feiertag am Donnerstag dessen Namen man irgendwie immer vergessen hat, eine halbe Völkerwanderung kreuz und quer, mit Bus und Bahn oder auch zu Fuß, durch Bonn beobachten kann – dann, ja dann, hat der Einzelhandel nicht spontan eine lange Einkaufsnacht im Mai„Eine Nacht lang Theater – wie jedes Jahr“ weiterlesen

Fidelio und die Räuber

(Vorschaubild (c) Thilo Beu) Ein paar Worte zur Spielzeit 2019/2020 Die potentiellen Publikumslieblinge der kommenden Spielzeit wurden Anfang Mai bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Generalintendant Bernard Helmich, Schauspieldirektor Jens Groß und Generalmusikdirektor Dirk Kaftan stellten das Programm der ersten von zwei Spielzeiten des Beethovenjahres 2020 vor. Die neue Saison bietet eine bunte Mischung bestehend aus„Fidelio und die Räuber“ weiterlesen

Ein Irrgarten aus Schuld

(Vorschaubild (c) Thilo Beu) Eine Jugend, die von Rassismus, Hass und Gewalt geprägt ist und ein Lehrer, der versucht, der Erziehung der Schüler zu empathielosen Maschinen entgegenzuwirken – im 1937 erschienenen Roman Jugend ohne Gott beschreibt der österreich-ungarische Schriftsteller Ödön von Horváth die Verrohung einer ganzen Generation. Und genau mit dieser gegenwartsrelevanten Thematik ging der„Ein Irrgarten aus Schuld“ weiterlesen

Immer der Nase nach

(Vorschaubild (c) Thilo Beu) Frederik Werth feiert Debüt auf der Werkstattbühne Es war ein besonderer Abend für das Bonner Publikum, das am 26. April in der Werkstattbühne die erste Bühnenproduktion des seit drei Jahren am Bonner Schauspielhaus arbeitenden Regieassistenten Frederik Werth miterleben konnte. Werth, der sich bereits in der Vergangenheit mit russischen Erzählungen von Tschechow„Immer der Nase nach“ weiterlesen

„Kritische Fragen stellen, das reicht doch nicht mehr“

(Vorschaubild (c) Thilo Beu) Am 28. März feierte der Recherchethriller über Steuerhinterziehung Oh wie schön ist Panama Malta auf der Werkstattbühne Premiere. Im Jahr 2016 erschütterte die Veröffentlichung der sogenannten „Panama Papers“ die deutsche Medienlandschaft: Die Dokumente enthüllten, dass auf Panama über 200.000 Briefkastenfirmen gegründet wurden, um so Steuern zu hinterziehen. Doch welche Konsequenzen haben„„Kritische Fragen stellen, das reicht doch nicht mehr““ weiterlesen