BERTHA IST ZURÜCK

Die weitreichenden Folgen des Krieges, die dem Volk, das ihn ausfechten muss, doch nur Tod und Verdruss bringt, hat Bertha von Suttner, als eine der ganz frühen Autorinnen, eindrucksvoll in Szene gesetzt. Jetzt ist er als Stück auf der Bühne in Bonn zu sehen.

Die Brandstifter ohne Streichhölzer 

Mit „Biedermann und die Brandstifter“ (1958) nimmt das Bonner Theater nach „Die Odyssee“ und den „Bekenntnissen des Hochstaplers Felix Krull“ Ende Oktober einen weiteren Repertoireklassiker in den Spielplan dieser Spielzeit auf.

Vom Schein und Sein

Mit den „Bekenntnissen des Hochstaplers Felix Krull“ schrieb Thomas Mann eine Parodie der Autobiografie und der bürgerlichen Welt. Das letzte Werk Manns blieb ein Fragment und gibt daher viel Interpretationsspielraum. Das zeigt ebenfalls die Bonner Version, bearbeitet von John von Düffel, auf der Werkstattbühne. Die Inszenierung der Regisseurin Hanna Müller gehörte zu den Publikumslieblingen der letzten Spielzeit und wurde im September wieder in den Spielplan genommen.

Lasst die Helden im Dreck wühlen

Ein Dialog zwischen Beethoven Orchester und Schauspielensemble: Mit einer neuen Fassung von Homers „Odyssee“ als Sprechoper gibt Hausregisseur Simon Solberg auf der Bühne des Schauspielhauses Bad Godesberg den Ton für die Spielzeit 2025/2026 an – eine Uraufführung.

Wer einsam ist

Regisseut Jan Neumann feiert mit seinem Ensemble die Uraufführung der KOMÖDIE DER EINSAMKEIT Lässt sich ein schwer zu greifendes Phänomen namens Einsamkeit, das seit einiger Zeit in Deutschland im Mittelpunkt einer gesellschaftlichen Diskussion steht; in anderen Ländern wie Japan bereits so große Bedeutung erlangt hat, dass es seit dem 1. April 2024 per Gesetz bekämpft„Wer einsam ist“ weiterlesen

WER GIBT GERECHTIGKEIT?

„Das Rechtgefühl aber machte ihn zum Räuber und Mörder“ – nicht weniger dramatisch beschreibt Heinrich von Kleist gleich zu Beginn seiner 1808 veröffentlichten Novelle den Protagonisten Michael Kohlhaas. Im Schauspielhaus Bonn feierte nun die Adaption „Kohlhaas (Can’t get no Satisfaction) von Rebekka David Premiere. Die Erzählung folgt dem anfangs tugendhaften brandenburgischen Pferdehändler Michael Kohlhaas auf„WER GIBT GERECHTIGKEIT?“ weiterlesen

EIN ZWIESPÄLTIGER KÖNIGSWEG

Foto: (c) Matthias Jung
Mit ihrem Stück AM KÖNIGSWEG reagierte die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek 2017 auf die erste Wahl des nun wieder an den Hebeln der Macht sitzenden US-Präsidenten Donald Trump. Um dem Stück Aktualität zu verleihen, hat das Theater Bonn es um einen Jelinek-Text aus dem vergangenen Jahr mit Namen ENDSIEG* erweitert. Am 24. Januar feierte diese fusionierte Stückfassung von Katrin Plötner im Schauspiel Bonn seine Premiere.