Kurz vor den Kommunalwahlen irgendwo im Osten Deutschlands soll es zwischen den beiden Bürgermeisterkandidaten Bernd und Samuel W. einen Schlagabtausch geben, aber der Favorit Samuel macht sich rar …
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IN GIFTIGER GESELLSCHAFT
Shakespeare in naher Zukunft. Im Bonner Schauspielhaus kann man jetzt sehen, was aus unserer Gesellschaft wird, wenn wir den Dingen ihren Lauf lassen und wie aus einer komischen Figur ein tragischer Held wird.
Vom Schein und Sein
Mit den „Bekenntnissen des Hochstaplers Felix Krull“ schrieb Thomas Mann eine Parodie der Autobiografie und der bürgerlichen Welt. Das letzte Werk Manns blieb ein Fragment und gibt daher viel Interpretationsspielraum. Das zeigt ebenfalls die Bonner Version, bearbeitet von John von Düffel, auf der Werkstattbühne. Die Inszenierung der Regisseurin Hanna Müller gehörte zu den Publikumslieblingen der letzten Spielzeit und wurde im September wieder in den Spielplan genommen.
Lasst die Helden im Dreck wühlen
Ein Dialog zwischen Beethoven Orchester und Schauspielensemble: Mit einer neuen Fassung von Homers „Odyssee“ als Sprechoper gibt Hausregisseur Simon Solberg auf der Bühne des Schauspielhauses Bad Godesberg den Ton für die Spielzeit 2025/2026 an – eine Uraufführung.
Die Welt eine Bühne, die Bühne ein Laufsteg?
Foto: (c) Halyna Schick
Wer einsam ist
Regisseut Jan Neumann feiert mit seinem Ensemble die Uraufführung der KOMÖDIE DER EINSAMKEIT Lässt sich ein schwer zu greifendes Phänomen namens Einsamkeit, das seit einiger Zeit in Deutschland im Mittelpunkt einer gesellschaftlichen Diskussion steht; in anderen Ländern wie Japan bereits so große Bedeutung erlangt hat, dass es seit dem 1. April 2024 per Gesetz bekämpft„Wer einsam ist“ weiterlesen
WER GIBT GERECHTIGKEIT?
„Das Rechtgefühl aber machte ihn zum Räuber und Mörder“ – nicht weniger dramatisch beschreibt Heinrich von Kleist gleich zu Beginn seiner 1808 veröffentlichten Novelle den Protagonisten Michael Kohlhaas. Im Schauspielhaus Bonn feierte nun die Adaption „Kohlhaas (Can’t get no Satisfaction) von Rebekka David Premiere. Die Erzählung folgt dem anfangs tugendhaften brandenburgischen Pferdehändler Michael Kohlhaas auf„WER GIBT GERECHTIGKEIT?“ weiterlesen
EIN ZWIESPÄLTIGER KÖNIGSWEG
Foto: (c) Matthias Jung
Mit ihrem Stück AM KÖNIGSWEG reagierte die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek 2017 auf die erste Wahl des nun wieder an den Hebeln der Macht sitzenden US-Präsidenten Donald Trump. Um dem Stück Aktualität zu verleihen, hat das Theater Bonn es um einen Jelinek-Text aus dem vergangenen Jahr mit Namen ENDSIEG* erweitert. Am 24. Januar feierte diese fusionierte Stückfassung von Katrin Plötner im Schauspiel Bonn seine Premiere.
IN LUFTIGEN HÖHEN
DIE GONDEL – EIN STÜCK VON TIM KROPP Auf der Bühne der Brotfabrik gab es nach dem Großaufgebot an Schauspielern und Staff, das zuletzt durch die Dauertheatersendung mit Hamlet dargeboten wurde, in der vergangenen Woche nun wie zum Kontrast ein minimalistisches, humorvoll-kritisches Kammerstück des Theater Rampös. „Kammerstück“ passte in jeder Hinsicht. Nicht nur wegen des„IN LUFTIGEN HÖHEN“ weiterlesen
DER LETZTE TOTENTANZ IN DÄNEMARK
Die Dauertheatersendung zeigt Hamlet in der Brotfabrik Wenn die Frankfurter Buchmesse ihre Tore für die literarisch interessierte Welt öffnet, bringen die meisten Tageszeitungen eine spezielle Literaturbeilage heraus, in der aus Sicht der Kritiker auf besondere Publikationen des Jahres hingewiesen wird. In der aktuellen Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) beherrscht das Thema Literatur auch das beiliegende großformatige„DER LETZTE TOTENTANZ IN DÄNEMARK“ weiterlesen