Auf eine Reise ins Ungewisse

(Vorschaubild (c) Kim Sterzel)

Ein Rückblick der Jugendclubs 2017

Premieren, Vorstellungen und Dernieren liegen mittlerweile bereits Monate zurück und nach dem Probenmarathon der Endproben kämpft sich die Normalität wieder in unseren Alltag zurück und versucht den Theaterwahnsinn fast vollständig zu verdrängen. Trotzdemkonnte auch ich es nicht leugnen, dass mich erst kürzlich während des Aufräumens meines Zimmers ein Hauch von Wehmut beschlich, als mir unser Programmheft zufällig in die Hände fiel.

(c) Kim Sterzel

Vom Kennenlernen, über die ersten Aufgaben und Übungen, Rollenentwicklungen, Szenengestaltungen, Kostüme, Bühnenbild, bis hin zu einem Ensemble und nun, zu Freunden und Vertrauten – denn man sieht sich immer zweimal im Leben. Gemeinsam suchten wir mithilfe der Anregungen unserer Leitung, wie immer, auch ein Stück nach uns selbst, verließen unsere Comfort- Zone, sodass wir irgendwann an einen Punkt kamen, wo alles möglich zu sein schien, frei und mit dem Zuschauerraum zu unseren Füßen als Schauspielerinnen und Schauspieler. Die Suche nach etwas Bedeutungsvollem, etwas für uns vielleicht auch zukunftweisendes, verlief nicht immer ohne Tränen und harmonisch. Mit dem Ziel der Premiere vor Augen, gelangten wir jedoch stets auf den richtigen Weg:

Von Probenwochenenden in Beuel mit dutzenden Kilos Haribo, Instant- Kaffee und Früchtetee, gemütlich mit Kuschelsocken, Jogginghose und Hoodie, ruhigen Momente und persönlichen, vielleicht auch emotionalen Gesprächen. Wanderungen durch die Gänge des Theaters, Smalltalks in der Maske und Garderobe, lustige Probeninsider und viele tolle Erinnerungen. Situationen wie missglückte, gegenseitige Probenbesuche mit Sprüchen wie: „Wir dachten wir schleichen uns mal so rein…“ Der Wettbewerb nach dem besten Selfie im Kostüm und den meisten blauen Flecken am ganzen Körper. Muskelkater, Lachanfälle und Streiche. Erschöpfung, Stress und genervtes Stöhnen. Schlafen im Zuschauerraum, aber hoffentlich nicht während der Vorstellung. Toi Toi Toi- Kreise, Umarmungen und zusammen sein. Blumensträuße, Premierengeschenke. Liebe. Danke, aus die Maus und das letzte was Ihnen bleibt ist der Applaus!

Kim Sterzel

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