Poet Society

Eine Nacht auf der Werkstattbühne

Nachdem wir in den vergangenen Wochen nach unseren diversen Schreibwochenenden und zahlreichen Proben, basierend auf unseren selbstgeschriebenen Texten eine Fassung des aufzuführenden Stückes erarbeitet hatten, wartete sogleich die erste richtige Hürde auf uns: Die Theaternacht 2017, an der wir einige Ergebnisse unserer Proben unter dem Titel „Poet Society“, erstmalig als Ensemble, auf der Werkstattbühne präsentieren durften. Wie sich diese Geschehnisse am Abend des 24. Mai aus meiner Sicht ereignet haben, könnt ihr im Folgenden nachlesen.

*19.00 Uhr Eine Stunde vor Auftritt*

 

Mich gegen Punkt kurz vor sieben vor der Werkstattbühne wiedergefunden, ein letztes Mal die Ruhe genossen, tief durchgeatmet und mich von meinen munter weiter dudelnden Ohrstöpseln verabschiedet. Auf in den Kampf!

Mit vor Stolz gestreckter Brust ins Foyer marschiert, direkt weiter in den Zuschauerraum.

Irgendwie ist hier noch Niemand…

Also hinter die Bühne, an der Maske vorbei, in die Garderoben – nichts.

Treppen hoch, in die Kantine, nee, in Anatevka war ich letzte Woche erst!

Weiter im Text.

Ab Richtung Pforte. Frische Luft!

Aber auch hier tote Hose. Oben genannte Runde fünf Mal wiederholt, um für eine Olympia-Goldmedaille zu trainieren, die ich nie bekommen werde.

Mehr oder weniger gelassen, akzeptiere ich den sich anbahnenden Muskelkater meiner Waden.

Bei Runde sechs endlich probende Menschen gefunden, mich demonstrativ nach einigen Knuddel-Aktionen in den Zuschauerraum gesetzt und meine müden Beine auf einer Sitzlehne geparkt.

Mit Inga, Stefan und Technikern palavert, während des Anschleichens meiner Müdigkeit auch nur beinahe ins Traumland geflohen.

Menschen aus meinem Ensemble gefunden. Hach, wie ist es schön!

Kurz vor Vorstellungsbeginn mit Kollegen fast eine Sitzplatzreihe komplett allein blockiert.

 

*19:30 Uhr Präsentation eines Ausschnitts von Stadt der Fremden, Werkstattbühne*

 

Die Vorführung unserer Kollegen akribisch, professionell interessiert mit verfolgt, höflich und natürlich ohne irgendwelche Zwischenrufe applaudiert und die anderen aus jetzt unserer Garderobe erfolgreich vertrieben. Jene Garderobe heißt jetzt Hempel und ist vor kurzem von unter dem Sofa hergezogen worden. Den Geruch von Deo und Haarspray in sämtlichen Gängen verteilt und versucht das Puder nicht auf alle herumliegenden schwarzen Klamotten rieseln zu lassen.

Sich mit Puder und Glitzer in ein Zirkuspferd verwandelt und kurze Zeit später, jetzt aus Spieler-PErspektive, auf der Werkstattbühne wiedergefunden. Während des Warm-Ups noch nicht lustig umgefallen oder gestolpert und Versprecher gekonnt überspielt.

Nach einem Toi Toi Toi Kreis auf Position zur Eisskulptur erstarrt und im richtigem Moment quietsch vergnügt aufgetaut.

Text geleiert, das Bühnenbild auseinandergenommen.

Applaus, Applaus und Ansprache gehalten: „Liebe Gemeinde…“

 

*Garderobe*

 

Den Großteil der Zirkuspferd- Maskerade entfernt und hochmotiviert zurück zur Besprechungsrunde getrabt.

Anschließend komplett sinnlos durch Bonn gelaufen, man hat ja sonst nichts zu tun, oder? Irgendwann, wie aus heiterem Himmel ein weiteres Mal vor der Werkstattbühne gelandet.

Sich professionell zum schon bestehenden Kreis lustiger Theaterfreaks dazu gesellt und über vergangene Produktion philosophiert, sowie damalige Dialoge mehr schlecht als recht rezitiert.

Immer mehr Menschen getroffen. Smalltalk.

Zur offenen Tür geschlendert, um ein weiteres Mal im Zuschauerraum zu verweilen.

 

*Bald Mitternacht –Theaterkaraoke*

 

Theaterkaraoke? Freiwillige aus dem Publikum dürfen zusammen mit Schauspielern Szenen aus den in der Spielzeit aufgeführten Stücken vorspielen … Aber warum haben die eigentlich unser Bühnenbild?!

Eine skurrile, wenn doch auch lustige Interpretation der Gretchenfrageszene begutachtet und des Öfteren vor Lachen in meinem Sitz oder auf den Schultern meiner Sitznachbarn gelandet.

Eine weitere Darbietung Romeo und Julias auf Herz und Nieren theatergeprüft. Mein eigenes Glück zum zweiten Mal für diesen Abend auf die Bühne gebracht.

Sich wie in einer Mischung aus mega cool und doch irgendwie peinlich vorgekommen. Immerhin, Jugendclubehre verteidigt!

 

*Mitternacht- Aftershowparty*

 

Zum Abreagieren erst nach draußen und dann hoch ins Opernfoyer. Also hier steppt nicht nur der Bär – hier steppt alles! Sich versucht im Rhythmus der Musik zu bewegen und teilweise erfolgreich gewesen.

Mithilfe eines Cocktails, bestehend aus Beats, Lichtern und interessanten Theaterwesen den Abend ausklingen lassen.

Kim Sterzel

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