Inside Jugendclub: „Ihr werdet jetzt für eine Spielzeit ein Teil des Theaters“

(Vorschaubild (c) Kim Sterzel)

Teil I: Das Jugendclub-Ensemble des Theater Bonn begegnet sich zum ersten Mal

Schon seit Jahren bieten die Jugendclubs des Theaters Bonn spielinteressierten und theaterbegeisterten Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Bühnentauglichkeit und ihr künstlerisches Geschick auf die Probe zu stellen. Eines der beiden neuen Ensembles, unter der Leitung von Inga Waizenegger, der neuen Theaterpädagogin, beschnupperte sich schon einmal am 17. Dezember 2016 im Ballettsaal der Oper vor dem eigentlichen Probenstart.

Um euch einen kleinen und ehrlichen Einblick in die Arbeit als Jugendliche am Theater zu geben und um den Werdegang und die spannende Entwicklung eines neuen Stückes von der ersten Stunde an schildern zu können, werde ich als Mitglied des Jugendclubs in den folgenden Monaten die Proben begleiten und meine persönlichen Eindrücke bezüglich der Proben und ähnlichen Aktivitäten festhalten.

Zugegeben: Leugnen konnte ich meine eigene Anspannung nicht als ich am vergangen Samstag zunächst auf vier meiner insgesamt 12 neuen Kollegen und natürlich auf unsere Regisseurin Inga traf. Schließlich gilt es mit den dort neu hinzugestoßenen Menschen möglichst gut klar zu kommen und in ein paar Monaten als Ensemble auf der Bühne zu stehen. Nach dem ersten anfänglichen Smalltalk und lockeren Begrüßungen hatte sich meine anfängliche Unruhe zumindest zum Teil verabschiedet.
Gemeinsam setzen wir uns für eine erste Organisations-Runde an den einzigen großen Tisch im rundum verspiegelten Ballettsaal. Ob das wohl eine Metapher für das gegenseitige Öffnen sein sollte?
Wir werden uns dieses Jahr also mit Poesie im weitesten Sinne beschäftigen und uns den Roman „Der Club der toten Dichter“ als Vorlage für unser montägliches Werken ab Januar 2017 nehmen. Außerdem wird es Intensivwochenenden in Kooperation mit der Bremer Autorin Jutta Reichelt geben, um uns persönlich mit dem Schreiben eigener Texte auseinanderzusetzen. Bei uns soll keine neue Inszenierung des „Clubs der toten Dichter“ entstehen, sondern vielmehr dient der Stoff als thematische Inspiration für eigene Texte in Bezug auf die Thematik im Club. Finde dein Eigenes, sei mutig, trau dich!

Wir erfuhren, dass es geplant sei, in enger Kooperation mit dem anderen Jugendclub, unter der Leitung von Stefan Herrmann, zusammenzuarbeiten und neben gegenseitigen Proben- auch gemeinsame Theaterbesuche zu tätigen. Theaterspielen braucht auch Theater gucken! So werden wir uns gemeinsam Stücke des Repertoires vom THEATER BONN anschauen.
Es folgte ein kurzer Check-Up des Arbeitsmaterials. In einem Sitzkreis tauschten wir uns über unsere Hobbys und die damit verbundenen Talente aus, welche unter einem ersten Gänsehaut- Lampenfieber- Einfluss freiwillig präsentiert wurden, um sie für eine interessante, gemeinsame und weiter gefächerte Gestaltung des Abends zu nutzen. So viel sei gesagt: An musikalischer Unterstützung wird es uns nicht fehlen!
Anschließend wurde es im ersten richtigen spielerischen „Schauspielwarm-Up“ ernst. Nicht nur weil es nun einmal absolut dazu gehört sich manchmal lächerlich zu machen, völlig bekloppt zu sein, sich im positiven Sinne bloßzustellen und sich auf sich selbst sowie auf die anderen maximal zu konzentrieren, nein, sondern wir erhielten während einer Gruppenübung auch die Aufgabe spontan auf die Frage „Was ist Poesie?“ zu antworten: Ein Mittel, um mit Sprache Dinge auszudrücken, wofür es sonst keine Worte gibt, oder eine Kunst, mit Sprache zu spielen und mit Wörtern zu jonglieren; etwas, dass jeder kann, romantisch, traurig, gefühlvoll oder aber auch kompletter Blödsinn: Diskussion wird definitiv auf später vertagt! Hochmotiviert und voller Vorfreude: Bis Januar! Lasset die Spiele beginnen!

Kim Sterzel

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